Nach dem letzten Blogbeitrag, der uns mit Erfahrungen und Praxisbeispielen im Zusammenhang mit dem Aufnahmegerät bereicherte, reisen wir nun wieder gemeinsam Richtung Himmel und lassen uns von einer weiteren Wolke inspirieren. Tauchen wir wieder in die Kategorie „Apps für Lehrende und Lernende“ ein und nehmen wir auf Clouds – insbesondere Google-Drive – Fahrt auf.

 

Wolken über Wolken

Für das Sichern, Bearbeiten und Teilen von Dateien sowie das Beibehalten der Aktualität auf unterschiedlichen Endgeräten (wie beispielsweise Laptop, Tablet und Smartphone) gibt es verschiedene Cloud-Dienste, die unterschiedliche Funktionen und Möglichkeiten bieten. Durch die unterschiedlichen Features, die Clouds so bereitstellen, kann sich auch der Einsatz unterscheiden. Kompakte Empfehlungen, wann welche Cloud eingesetzt werden kann, finden Sie in dem Themenspecial „Die 10 besten Cloud-Speicher“ der heise online. Neben der Dropbox, welche bereits in dem Beitrag vom 17. März 2019 vorgestellt wurde, ist Google-Drive wohl eine der vielfältigsten Clouds, die ich so kenne.

 

Mit Google Drive im Wunderland

Google Drive bietet nicht nur viel Speicherplatz sondern auch viele weitere Möglichkeiten. In dem folgenden Video werden die Hard-Facts von Google-Drive vorgestellt.

 

 

Ähnlich wie die Dropbox bietet also auch Google Drive unterschiedliche Möglichkeiten für MusikerInnen, MusikpädagogInnen und SchülerInnen:

  • kooperatives Arbeiten im Vordergrund
  • gemeinsames Bearbeiten von Dateien und Ordnern (beispielsweise von Stunden- bzw. Aufgabenlisten oder Unterrichts- und Notenmaterialien, etc.)
  • Zugriff auf Dateien und Ordner von überall und zu jeder Zeit möglich (sofern eine WLAN Verbindung besteht oder die mobilen Daten eingeschalten sind)
  • Playbacks oder sonstige Audiodateien teilen und kommentieren
  • Freigabe von (Musik-)Videos, Bildern, (eigenen) Kompositionen, etc.
  • Umfragen, Anmeldungen, etc. via Google Formulare erstellen
  • …und noch einiges mehr!

 

Zurück in die Realität

Aber nicht alles ist Gold, was glänzt! So gibt es auch bei Google Drive eine Kehrseite, aus der sich einige Nachteile ergeben sowie offene Fragen resultieren. Zunächst kann festgehalten werden, dass der Speicherplatz mit gmail sowie Google Fotos geteilt wird. Aus eigenen Erfahrungen kann ich aber berichten, dass 15 GB (kostenlose Version) schon sehr viel sind und ich bisher noch nicht an die Speichergrenzen gestoßen bin.

Nicht unbedingt optimal ist beim Download von Dateien die Formatierung. So kann es passieren, dass sich das ein oder andere verschiebt oder irgendwas überlappt wird. Man sollte das Dokument nach dem Download also auch noch einmal in Bezug auf die Formatierung prüfen.

Auch das mit den Daten muss mitgedacht werden, denn wenn man sich bei Google Drive anmeldet und Daten uploadet, dann gibt man Google automatisch das Recht die Daten zu nutzen, zu speichern, zu (ver-)teilen, zu ändern, usw.

Auch das mit der Sicherheit ist so eine Sache. Google ist zwar selbst davon überzeugt, dass es sich bei Google Drive um eine sichere Sache handelt, dennoch sind Cloud-Dienste oft ein Ziel von Hacker-Angriffen. Um seinen Daten etwas mehr Sicherheit zu geben, wäre eine Verschlüsselung vor dem Hochladen möglich. Dazu gibt es unterschiedliche Möglichkeit – eine davon wäre beispielsweise das kostenpflichtige Tool Boxcryptor. Dennoch sollte man sensible Daten nicht unbedingt darauf deponieren.

 

Diese Vor- und Nachteile abzuwägen, kann manchmal auch ganz schön schwierig sein. Einerseits gibt es einige Vorteile, die begeistern und auf der anderen Seite existieren auch einige Nachteile, die abschrecken. Schlussendlich muss man selbst abschätzen, ob mir die vielen unterschiedlichen Funktionen von Google Drive mein Arbeiten erleichtern und ich dafür auch den ein oder anderen Nachteil in Kauf nehme oder ich ganz darauf verzichte.